Menstruationstasse - Der Außenseiter der Damenhygiene!

Das leidige Frauen-Thema

Die Monatsblutung ist zwar ein intimes Thema, dennoch möchte ich eine bisher leider wenig bekannte Methode der Damenhygiene vorstellen.

Oft höre ich in meiner Praxis von Problemen mit der Monatshygiene. Es handelt sich dabei um Dinge, die fast jede Frau schon einmal erlebt hat: Brennen, Jucken, Pilzinfektionen, Harnwegsinfekte oder andere Unannehmlichkeiten.

Auf der Suche nach geeigneten Alternativen zu Binde und Tampon bin ich auf die Menstruationstasse aufmerksam geworden.

 

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Echte Alternative zur bisherigen Damenhygiene?

Anfänglich hielt ich die Menstruationstasse für eine etwas verquere Art jung gebliebender Hippies, doch nach weiteren Recherchen stellte sich meine anfängliche Skepsis als grober Unfug dar. Ich wurde mit jeder Information neugieriger und befasste mich intensiv mit dem mir völlig fremden Thema.

Der Anfang einer Revolution

Der Ursprung geht auf ein aus vulkanischen Gummi gefertigtes US-Patent von Leona Chalmers zurück, jedoch scheiterte das Produkt, aufgrund der starren Konstruktion und einiger Bedenken angesehener Ärzte. Im Jahre 1960 wurde die Produktion schließlich eingestellt.

 

Die geniale Idee wurde jedoch 1987 wieder aufgegriffen und erfreut sich seitdem zunehmender Beliebtheit.

 

Heute gibt es diverse Hersteller, welche die Menstruationstassen in unterschiedlicher Form, Farbe, Material und Qualität vertreiben. Nicht zuletzt durch die frühe Sexualaufklärung und das steigende Umweltbewusstsein ist der Erfolg zu erklären.

Nun lasse ich die Fakten sprechen...

Die Menstruationstasse ist ein kleiner Becher aus flexiblen medizinischen Silikon, er wird ähnlich wie ein Tampon in die Vagina eingeführt und fängt das Menstruationsblut auf ohne es aufzusaugen. Die empfindliche Schleimhaut wird dadurch nicht ausgetrocknet. Zudem ist die Tasse wiederverwendbar und leicht zu reinigen.

Zugegeben, beim ersten Anblick der Menstruationstasse hatte ich das Gefühl, es würde eine Ewigkeit dauern dieses Produkt anzuwenden. Doch nach kurzer Eingewöhnung und einigen "Trockenversuchen" war die Anwendung sehr einfach und schnell.

 

An dieser Stelle möchte ich ausdrücklich darauf hinweisen: "Ja du siehst dein Blut und nein du musst es nicht anfassen!"

 

Eigentlich logisch, aber immmer wieder ist es verblüffend wie oft ich danach gefragt werde. Auch wenn die Situation nicht einmal im entferntesten an ein Massaker erinnert, ist die Fantasie zu diesem Thema doch sehr ausgeprägt und lässt viele Frauen von vornherein erschaudern.

 

Obwohl der Pflegeaufwand sehr gering ist, ist er dennoch notwendig. Hygiene sollte dabei an erster Stelle stehen.

 

Die Tasse muss nicht vor jedem Einsetzten desinfiziert werden, gründliches Ausspülen mit klarem Wasser und ggf. der Einsatz eines milden Reinigungsmittel sind für den täglichen Gebrauch völlig ausreichend.

 

Nach überstandener Periode wir letztlich gründlich gereinigt und desinfiziert. Ob mit Desinfektionsmittel oder mit dem ursprünglichen Auskochen bleibt jedem selbst überlassen. Danach kann die Tasse bis zum nächsten Mal verpackt und eingemottet werden!

Falten, Knicken und man hat den Dreh raus

Vor jedem Einsetzten ist es unablässlich die Hände zu waschen. Ja, auch das sollte klar sein, dennoch ist es mir wichtig das zu erwähnen.

 

Es gibt eine Vielzahl an Falttechniken, einige ähneln der Kunst des Origamis. Aber ganz ehrlich, warum kompliziert, wenn es auch einfach geht?!

 

Daher erkläre ich nur kurz eine, wie ich finde, sehr einfache und blind durchzuführende Falttechnik.

 

Dafür einfach die Menstruationstasse mit dem Stiel nach unten halten und den oberen Rand mit dem Zeigefinger bis zur Mitte der Tasse eindrücken.

 

Nun für eine entspannte Position sorgen und ggf. die Schamlippen mit der freien Hand vorsichtig öffnen. Die weiterhin gefaltete Menstruationstasse mit der Öffnung nach oben einführen. Die Tasse entfaltet sich, sobald der Zeigefinger vom Rand gelöst wird.

 

Zur Überprüfung des korrekten Sitzes, den Rand der Tasse abtasten. Wenn der Tassenrand sich komplett entfaltet hat, kann die Tasse vorsichtig um die eigene Achse gedreht werden.

 

Dabei sollte es zu keiner Zeit schmerzhaft sein. Durch Anfeuchten der Tasse oder durch die Benutzung von silikongeeignetem Gleitgel, kann das Einführen zudem noch erleichtert werden.

 

Der Stiel der Tasse kann bei einigen Modellen gekürzt werden, dazu die jeweiligen Herstellerangaben beachten.

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